Eine Untersuchung von Datapulse Research zeigt, dass Künstliche Intelligenz bei Produktempfehlungen und Vergleichsanfragen häufig auf kommerziell gekennzeichnete Inhalte zurückgreift. Dabei führen rund neunundzwanzig Prozent der Quellen, die von KI-Systemen wie ChatGPT, Google AI Overview und Perplexity zitiert werden, zu Werbeinhalten. Die Analyse umfasste mehr als sechstausendsechshundert Suchanfragen in einhundertzwanzig Kategorien und untersuchte über zweihundertsiebzigtausend URLs im deutsch- und englischsprachigen Raum. Die Studie identifizierte auf den Quellenseiten zahlreiche Hinweise auf Werbung, Advertorials und Affiliate-Modelle. Während diese Kennzeichnungen auf den ursprünglichen Publisher-Seiten sichtbar sind, gehen sie in den Antworten der Künstlichen Intelligenz verloren. Dies führt dazu, dass Nutzer Produktempfehlungen erhalten, ohne erkennen zu können, ob die Inhalte redaktionell oder werblich motiviert sind. Die Forscher betonen, dass dies kein Problem einzelner Anbieter darstellt, sondern ein systematisches Phänomen ist. Die Herausforderung der Transparenz in KI-gestützten Such- und Empfehlungssystemen wird für Nutzer, Publisher, Marken und Plattformbetreiber zunehmend bedeutend.