Eine aktuelle YouGov-Studie verdeutlicht, dass in Deutschland nahezu jeder Zweite personalisierten Anzeigen misstraut. Während dreißig Prozent der Befragten maßgeschneiderte Werbung als hilfreich bei der Entdeckung neuer Produkte empfinden, empfinden vierzig Prozent diese Art der Werbung als beängstigend. Besonders kritisch wird die Analyse des Online-Verhaltens durch Unternehmen wahrgenommen, wobei fast die Hälfte der Befragten sich unwohl fühlt. Werbung, die auf dem Browserverlauf basiert, wird von siebenundfünfzig Prozent als invasiv angesehen. Auch Anzeigen, die auf früherem Interesse oder Aktivitäten in sozialen Netzwerken basieren, werden von vielen Nutzern als übergriffig betrachtet. Zudem nutzen dreiundvierzig Prozent der Befragten Werbeblocker. Die Studie zeigt Unterschiede zwischen den Generationen: Während ältere Verbraucher personalisierte Werbung skeptisch bewerten, halten vierundvierzig Prozent der Generation Z diese für hilfreich. Um die Akzeptanz zu erhöhen, wünschen sich viele Verbraucher mehr Transparenz und Kontrolle, insbesondere durch klare Ablehnungsmöglichkeiten, anonymisierte Daten und strengere Datenschutzregeln. Die Untersuchung verdeutlicht, dass personalisierte Werbung zwar Teil des digitalen Alltags ist, jedoch höhere Anforderungen an Datenschutz und Transparenz gestellt werden.