Die Messung der Werbewirkung wird für Marketingverantwortliche zunehmend komplexer, da Nutzer zwischen verschiedenen Kanälen wie Connected TV, Audio, Social Media, Display-Werbung und Suchmaschinen wechseln. Eine Analyse zeigt, dass bis zu einundvierzig Prozent der Conversions ohne bezahlten Klick erfolgen. Klassische Last-Click-Modelle erfassen die Customer Journey unzureichend und liefern oft ein verzerrtes Bild. Moderne Cross-Channel-Attribution zielt darauf ab, den Beitrag mehrerer Kontaktpunkte entlang des Kaufprozesses sichtbar zu machen. Diese neuen Modelle berücksichtigen auch Sichtkontakte, Videoaufrufe und Branding-Effekte, die bisher schwer messbar waren. Besonders im Bereich Connected TV gibt es viel Potenzial, da hier detailliertere Daten verfügbar sind. Dennoch messen viele Unternehmen weiterhin vor allem die Kennzahlen, die einfach zu erfassen sind, was wichtige Zusammenhänge zwischen Werbekontakten und Kaufentscheidungen verdeckt. Künstliche Intelligenz kombiniert verschiedene Methoden, um ein umfassenderes Bild der Customer Journey zu erzeugen. Trotz der Herausforderungen, wie Datenschutzvorgaben und fehlenden Trackingdaten, bleibt die Bedeutung kanalübergreifender Messung entscheidend. Unternehmen sollten die Ergebnisse regelmäßig mit harten Geschäftszahlen abgleichen und die Entscheidungen der Algorithmen kritisch hinterfragen.