Die IMEX Frankfurt zeigt einen tiefgreifenden Wandel im MICE-Markt, der sich von klassischen Kongressen hin zu einer Experience-Industrie entwickelt. Die Branche erkennt zunehmend den Wert physischer Begegnungen, während digitale Formate an Bedeutung verlieren. Jutta Heinrich, Director des Frankfurt Convention Bureau, beschreibt die Rückkehr der Veranstaltungen als Boom, wobei persönliche Interaktionen als entscheidend für den Geschäftserfolg gelten. Unternehmen wie Salesforce nutzen Events nicht mehr nur als Marketingkanal, sondern als strategisches Instrument zur Steuerung von Kundenbeziehungen. Die Bewertung des Veranstaltungserfolgs erfolgt zunehmend datenbasiert, wobei auch emotionale Faktoren berücksichtigt werden. Die Nachfrage nach aktivierenden Formaten und interaktiven Erlebnissen wächst, während klassische Frontalveranstaltungen unter Druck geraten. Hybride Formate verlieren ihren Sonderstatus und werden als ineffizient wahrgenommen. Städte entwickeln sich zu kuratierenden Plattformen, die nicht nur Infrastruktur, sondern auch Atmosphäre anbieten. Veranstaltungen wandern zunehmend aus Marketingabteilungen in HR-Bereiche, was neue Rollen innerhalb der Unternehmen schafft. Künstliche Intelligenz verändert die Branche, indem sie operative Prozesse optimiert, ohne die Bedeutung physischer Begegnungen zu mindern. Insgesamt wird deutlich, dass Events sich zu Plattformen für Beziehungen und gemeinschaftliche Erfahrungen entwickeln.