Im Fachartikel von Christa Goede wird die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Markenkommunikation thematisiert. Christa Goede erläutert, dass KI die Sprache und Identität von Marken glättet, wodurch ein sogenannter „Maschinen-Soziolekt“ entsteht. Diese Formulierungen sind zwar grammatikalisch korrekt, wirken jedoch austauschbar und beliebig. Sie entstehen, weil Menschen in Agenturen und Marketingabteilungen massenhaft Sprachmuster übernehmen, die von KI-Programmen vorgeschlagen werden. Nach Einschätzung von Christa Goede führt dies dazu, dass Marken ihre Wiedererkennbarkeit verlieren. Sprache trägt Haltung und Erfahrung, und ein technischer Mittelständler, der plötzlich wie ein beliebiges Weiterbildungsinstitut klingt, schwächt seine Identität. Goede betont, dass KI nicht neutral ist, sondern mit gesellschaftlichen Vorannahmen arbeitet, was zu Verzerrungen in der Sprache führt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind Sprachprofis notwendig. Sie erkennen, wenn Texte hohl klingen, und entscheiden, welche Formulierungen zur Marke passen. Christa Goede schlussfolgert, dass Unternehmen Menschen benötigen, die KI sprachlich führen, um den höflichen Einheitsklang zu vermeiden, der bereits weit verbreitet ist.