Im Fachartikel von Peter Kiefer wird dargelegt, dass im Agentic Commerce nicht die objektiv beste Marke gewinnt, sondern diejenige, die bereits Vertrauen, Erinnerung und mentale Verfügbarkeit besitzt. Peter Kiefer erläutert, dass viele Männer, die sich wenig für Mode interessieren, kuratierte Shopping-Services nutzen, jedoch nur eine begrenzte Anzahl von ihnen auf solche Angebote zurückgreift. Dies verdeutlicht, dass selbst in einem Markt mit hoher Delegationsbereitschaft nur wenige Menschen diese Services in Anspruch nehmen. Kiefer kritisiert den Mythos der rationalen Entscheidung im Kaufprozess und zeigt auf, dass Menschen oft etablierte Marken bevorzugen, selbst wenn diese nicht die besten Konditionen bieten. Diese Vorliebe ist kein irrationales Verhalten, sondern eine menschliche Reaktion auf Vertrauen und Sicherheit. Im Kontext von KI-Agenten erklärt er, dass diese zwar die Suche nach Produkten effizienter gestalten können, jedoch nicht die menschliche Psychologie ersetzen. Die Marke wird zu einem entscheidenden Anker, insbesondere bei nicht austauschbaren Produkten. Kiefer hebt hervor, dass die Kaufentscheidung zunehmend von dem geprägt wird, was bereits im Gedächtnis der Nutzer:innen verankert ist. Marken müssen daher sichtbar und vertrauenswürdig sein, um von KI-Agenten ausgewählt zu werden. Letztlich wird die Marke, die im Gedächtnis der Menschen verankert ist und Vertrauen genießt, die entscheidende Rolle im Kaufprozess spielen.