Die neue Imagekampagne von BarmeniaGothaer steht in der Kritik, da sie trotz der Betonung von „Menschlichkeit“ stark auf KI-generierte Inhalte setzt. Diese Kampagne nutzt unter anderem synthetische Alterungseffekte, um Lebensphasen eines Protagonisten darzustellen und Vertrauen aufzubauen. Obwohl der Einsatz von KI-Bildern bereits beim Markenstart im Jahr zweitausendvierundzwanzig auffiel, wurde dieser damals nicht klar gekennzeichnet. In der aktuellen Kampagne wird der KI-Einsatz teilweise offengelegt, jedoch nicht konsequent in allen Formaten, wie etwa in Videos. Der zentrale Vorwurf ist, dass die verwendeten Mittel nicht mit dem Markenversprechen übereinstimmen. Während das Unternehmen Nähe und menschliche Beratung betont, basiert die visuelle Kommunikation auf künstlich erzeugten Bildern. Diese Diskrepanz wird als „performativer Widerspruch“ betrachtet. Zudem wirft der Einsatz von KI rechtliche und ethische Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf den EU AI Act, der Transparenz bei KI-generierten Inhalten fordert. Die Debatte über den Einsatz von KI in Werbung und Design ist breiter angelegt, wobei Kritiker auch den hohen Energieverbrauch von KI-Systemen sowie die möglichen Auswirkungen auf Kreativberufe und Markenvertrauen ansprechen. Konsumenten zeigen ein wachsendes Bedürfnis nach Authentizität und Transparenz. Marken müssen daher sorgfältig abwägen, wie und wofür sie KI einsetzen.