Australien hat eine neue Regulierung eingeführt, die Technologieplattformen stärker an der Finanzierung von Journalismus beteiligen soll. Der Gesetzesentwurf mit dem Titel „News Bargaining Incentive“ verpflichtet Unternehmen wie Meta, Google und TikTok, entweder kommerzielle Vereinbarungen mit Medienhäusern zu schließen oder eine Abgabe von zwei Komma fünf Prozent auf ihre lokalen Umsätze zu zahlen. Diese Abgabe könnte jährlich bis zu zweihundertfünfzig Millionen australische Dollar für den Journalismus generieren. Der Vorstoß ist eine Reaktion auf Schwächen des vorherigen Gesetzes aus dem Jahr zweitausoneinundzwanzig, das es Plattformen ermöglichte, Nachrichteninhalte zu entfernen, um Zahlungen zu vermeiden. Das neue Modell schließt diese Möglichkeit aus, da die Abgabe unabhängig von der Verbreitung von Nachrichteninhalten greift. Zudem wird TikTok in die Regelung einbezogen, während KI-Dienste ausgenommen bleiben. Internationale Vergleiche zeigen, dass auch andere Länder wie Kanada und Brasilien ähnliche Modelle verfolgen, jedoch mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die Initiative könnte geopolitische Spannungen hervorrufen, da die USA solche Digitalsteuern ablehnen. Australien betont seine regulatorische Souveränität und plant, bis Juli eine Entscheidung zu treffen.