Kraft Heinz hat seine Marketingstrategie grundlegend überarbeitet und setzt nun auf virale Aktionen anstelle von klassischem Sportsponsoring mit Logo-Platzierungen. Dies geschieht im Rahmen eines umfassenden Turnaround-Plans mit einem Volumen von sechshundert Millionen Dollar. Die neue Ausrichtung zielt darauf ab, kreative, aufmerksamkeitsstarke Inhalte zu entwickeln, die speziell für soziale Medien konzipiert sind und von Nutzern freiwillig geteilt werden. Ein Beispiel für diese Strategie ist die Aktion beim NFL Draft, bei der der fünfzig-siebte Pick als „Mr. 57“ inszeniert wurde, was eine gelungene Markeninszenierung darstellt. Durch den Fokus auf virale Stunts wie das „Wienie 500“-Event, bei dem Hotdog-förmige Fahrzeuge ein Rennen fahren, erzielt Kraft Heinz signifikante Reichweiten und Absatzsteigerungen. Diese Maßnahmen sollen die Relevanz der Marke stärken und auf veränderte Konsumgewohnheiten reagieren. Das Unternehmen fördert zudem die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, um kreative Ideen schneller umzusetzen. Insgesamt zeigt die Strategie, dass große Marken wieder verstärkt in erlebnisorientierte Kommunikation investieren, um Wachstum und Relevanz zurückzugewinnen.