LinkedIn hat seine Gewichtung im Algorithmus verändert und setzt nun einen stärkeren Fokus auf Klicks und Videoaufrufe, während Interaktionen wie Likes, Kommentare und Shares an Bedeutung verlieren. Eine Analyse von über sechshunderttausend Beiträgen zeigt, dass „unsichtbare Interaktionen“, also Klicks und Video-Views, zunehmend entscheidend für das Engagement sind. Dies bedeutet, dass LinkedIn sich von sichtbaren Reaktionen hin zu einer Bewertung der tatsächlichen Nutzung von Inhalten entwickelt. Persönliche Profile erzielen dabei deutlich mehr Interaktionen als Unternehmensseiten. Besonders kleinere persönliche Accounts profitieren von höheren Kommentar- und Interaktionsraten, während Unternehmensseiten sich stärker auf Reichweite und Content-Distribution konzentrieren. Die Studie verdeutlicht eine klare Trennung zwischen Vertrauen und Dialog auf der einen Seite sowie Reichweite und Markenkommunikation auf der anderen. Zudem schneiden bestimmte Content-Formate wie Karussells und Multi-Image-Posts besonders gut ab, während auch Umfragen hohe Reichweiten erzielen. Call-to-Actions, Fragen, externe Links und Hashtags sind entscheidend für die Sichtbarkeit. Da rund die Hälfte aller Impressionen innerhalb der ersten zwei Tage generiert wird, ist das Veröffentlichungs-Timing ein wesentlicher Erfolgsfaktor für LinkedIn-Content.