Der Bot-Traffic hat sich vervierfacht und stellt insbesondere Medienunternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Im Jahr zweitausendfünfundzwanzig wird ein Anstieg des AI-Bot-Traffics um dreihundert Prozent erwartet. Nutzer greifen zunehmend auf KI-gestützte Antworten in Chatbots zurück, was zu einem Rückgang der klassischen Suchanfragen führt. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass Chatbot-Antworten rund sechsundneunzig Prozent weniger Traffic generieren als herkömmliche Suchergebnisse. Nutzer klicken in KI-Antworten nur zu etwa einem Prozent auf die angegebenen Quellen, was die Sichtbarkeit von Marken erheblich beeinträchtigt. Zwei zentrale Risiken sind dabei zu beobachten: Trainings-Bots sammeln Inhalte für KI-Modelle, während Fetcher-Bots in Echtzeit auf Inhalte zugreifen, um sofortige Antworten zu liefern. Letztere sind besonders kritisch, da sie die Wertschöpfung der Ursprungsseiten direkt beeinträchtigen. Publisher reagieren auf diese Herausforderungen mit differenzierten Strategien, die eine gezielte Steuerung des Bot-Traffics beinhalten. Anstatt Bots vollständig zu blockieren, analysieren sie deren Zugriff und entwickeln neue Geschäftsmodelle wie „Pay-per-Crawl“, um den Zugriff zu kontrollieren und zu monetarisieren. Technologien zur Bot-Identifikation und Abrechnung sollen helfen, aus unkontrollierter Datennutzung eine wirtschaftlich nutzbare Interaktion zu schaffen.