Der CEO von Sierra, Bret Tayler, beschreibt einen grundlegenden Wandel in der Nutzung von Software. Anstelle klassischer Benutzeroberflächen, die auf Klicks und Menüs basieren, sollen Nutzer ihre Aufgaben in natürlicher Sprache formulieren. KI-Agenten übernehmen dann die Ausführung dieser Aufgaben weitgehend automatisch. Das Unternehmen hat ein neues Tool namens „Ghostwriter“ entwickelt, das es Nutzern ermöglicht, spezialisierte KI-Agenten durch einfache Sprachbefehle zu erstellen. Diese Agenten können eigenständig arbeiten und in bestehende Systeme integriert werden. Ein Beispiel verdeutlicht die Effizienz solcher Systeme: Ein Agent wurde innerhalb weniger Wochen für ein Kundenprojekt implementiert. Dennoch relativieren Experten die Vision einer vollständig klickfreien Softwarewelt. Aktuell sind KI-Agenten noch nicht autonom und benötigen oft Unterstützung durch sogenannte „Forward-Deployed Engineers“, die Anpassungen vornehmen. Trotz dieser Herausforderungen wächst das Interesse an agentenbasierten Lösungen, was sich in hohen Umsätzen und Bewertungen des Unternehmens widerspiegelt. Der zentrale Gedanke hierbei ist, dass Nutzer nicht mehr Software bedienen möchten, sondern direkt Ergebnisse erhalten wollen. KI soll diese Lücke schließen.