Die Einführung von sechstem Mobilfunkstandard, kurz 6G, verändert die Marketinglandschaft grundlegend. Der Fokus verlagert sich von der Sichtbarkeit hin zur Systemwahl. Dabei ist nicht mehr entscheidend, wie viele Menschen eine Marke erreichen, sondern ob Algorithmen diese Marken in Entscheidungsprozesse einbeziehen. Marketing findet zunehmend nicht mehr in sichtbaren Kanälen statt, sondern innerhalb der Infrastruktur, wo Systeme kontinuierlich optimieren und Bedürfnisse antizipieren. Diese Entwicklung führt zu Effizienzgewinnen, da Streuverluste sinken und Entscheidungen schneller sowie präziser getroffen werden. Allerdings verlieren Unternehmen die direkte Kontrolle über den Kontakt zu ihren Kunden, da Entscheidungsprozesse intransparent werden. Klassische Marketinginstrumente sind nur noch eingeschränkt wirksam, während die Systemkompatibilität und Datenstruktur an Bedeutung gewinnen. Zudem entstehen neue Risiken, da die Kontrolle über zugrunde liegende Systeme den Marktzugang beeinflusst. Fragen nach Transparenz und Fairness gewinnen an Relevanz, während regionale Ansätze wie souveräne Künstliche Intelligenz die Skalierbarkeit von Marketing einschränken könnten. Letztlich entscheidet nicht mehr die Reichweite, sondern die Systemrelevanz.