Burgergate zeigt eindrucksvoll die Wirkung von Cringe-Marketing. Ein Video des CEOs von McDonald's, in dem er einen Burger präsentiert, wird aufgrund seiner unbeholfenen Art zu einem viralen Marketing-Erfolg. Diese Unperfektheit zieht die Aufmerksamkeit der Zuschauer an und führt dazu, dass der Clip millionenfach geteilt wird. Die Rolle der Community ist entscheidend, denn erst durch Reactions und Parodien von Creatorn und Comedians entsteht die Dynamik, die das Video zum Hit macht. Diese sogenannte Reaction-Economy verstärkt die Reichweite erheblich und geht weit über die ursprüngliche Kampagne hinaus. Burgergate verdeutlicht einen aktuellen Trend im Marketing: Authentizität schlägt Perfektion. Unperfekte, menschliche Momente können Marken nahbarer machen und stärkere Emotionen hervorrufen als perfekt inszenierte Inhalte. Unternehmen haben die Möglichkeit, mit Authentizität und Selbstironie zu arbeiten, auch wenn dies das Risiko eines Kontrollverlustes mit sich bringt. Die Entwicklung von Burgergate zeigt, dass unkonventionelle Ansätze im Marketing durchaus erfolgreich sein können.