Der US-Bundesstaat Utah plant die Einführung einer Steuer von vier Komma sieben Prozent auf gezielte, datenbasierte Werbung, auch bekannt als „Targeted Advertising“. Diese Maßnahme, die im Gesetzentwurf SB287 festgehalten ist, zielt darauf ab, große Social-Media-Unternehmen stärker zur Verantwortung zu ziehen, insbesondere hinsichtlich der Nutzung von Nutzerdaten zur Ausspielung personalisierter Werbung. Betroffen sind Unternehmen, die in Utah einen Werbeumsatz von mindestens einer Million US-Dollar erzielen sowie außerhalb des Bundesstaates über hundert Millionen US-Dollar erwirtschaften, sofern mehr als fünfzig Prozent ihrer Gesamterlöse aus gezielter Werbung stammen. Die Einnahmen aus dieser Steuer sollen gezielt in Programme fließen, die der Jugend und psychischen Gesundheit zugutekommen, wie beispielsweise Jugendsport und Freizeitangebote. Befürworter der Steuer sehen hierin eine Möglichkeit, Mittel aus potenziell schädlichen Geschäftsmodellen in präventive Maßnahmen umzuleiten. Kritiker hingegen bemängeln, dass die Steuer keine konkreten Datenschutzstandards oder Verhaltensregeln für die Plattformen festlegt und lediglich die Kosten erhöht, was negative Auswirkungen auf Start-ups und kleinere Unternehmen haben könnte.