Ikea hat durch die virale Geschichte eines Makaken-Babys namens Punch, das in einem japanischen Zoo von seiner Gruppe verstoßen wurde, große Aufmerksamkeit erregt. Punch klammert sich an ein Ikea-Stofftier, das daraufhin weltweit geteilt wurde und zu einem ausverkauften Produkt führte. Dies macht Punch unfreiwillig zum erfolgreichsten, aber am schlechtesten bezahlten Influencer der Welt, der Millionenumsätze ohne Vertrag oder Honorar generiert. Die emotionale Reaktion auf das leidende Tier beruht auf dem Kindchenschema, was eine Herausforderung für Marken wie Ikea darstellt. Die Situation wirft Fragen zur ethischen Verantwortung im Real-Time-Marketing auf. Experten betonen, dass Marketing nicht nur auf kurzfristige Umsatzsteigerung abzielen sollte, sondern auch die Integrität der betroffenen Lebewesen berücksichtigen muss. Ikea hat nun die Möglichkeit, diesen unfreiwilligen Marketing-Stunt in eine positive Markenbotschaft zu verwandeln, indem die Erlöse in Auffangstationen oder Naturschutzprojekte fließen. Echtes Purpose-Marketing beginnt dort, wo das Wohl eines Lebewesens im Mittelpunkt steht. Punchs Geschichte könnte somit ein Symbol für eine neue Ära der Markenführung werden, in der Profit, Purpose und Awareness miteinander verschmelzen.