Perplexity, ein US-amerikanisches KI-Startup, hat die Werbung auf seiner Plattform eingestellt. Dies geschah aus der Sorge, dass Anzeigen das Vertrauen der Nutzer in die Qualität und Neutralität der Antworten beeinträchtigen könnten. Laut einem Bericht der Financial Times experimentierte Perplexity im Jahr zweitausendvierundzwanzig mit gesponserten Antworten, zog sich jedoch Ende des vergangenen Jahres schrittweise zurück. Selbst klar gekennzeichnete Anzeigen könnten Zweifel an der Objektivität der Antworten hervorrufen, was für ein Unternehmen, das sich als „Genauigkeitsgeschäft“ versteht, problematisch ist. Perplexity positioniert sich damit bewusst gegen andere Anbieter wie OpenAI, die Werbung in ihren Modellen integrieren. OpenAI verlangt für gesponserte Links rund sechzig US-Dollar pro tausend Impressionen, während Google Werbung in seinen AI-Überblicken testet. Perplexity hingegen erzielt einen jährlichen Umsatz von rund zweihundert Millionen Dollar, hauptsächlich durch Abonnements. Über hundert Millionen Nutzer greifen auf die Plattform zu. Im KI-Zeitalter wird Vertrauen zur entscheidenden Währung, und die Frage der Monetarisierung wird zunehmend mit der langfristigen Akzeptanz und Glaubwürdigkeit verknüpft.