Immer mehr private Radiosender in Deutschland integrieren in ihren Nachtprogrammen vollständig KI-generierte Musik. Diese Entwicklung, die zwischen ein und vier Uhr morgens stattfindet, wird von Sendern wie Radio Frankfurt, Antenne Koblenz und Charivari umgesetzt. Die Sender kennzeichnen diese Inhalte transparent und betonen den Unterhaltungswert sowie die logische Weiterentwicklung des Mediums Radio. Ein wesentlicher Vorteil der KI-Musik sind die deutlich geringeren Lizenzkosten, da diese nicht Teil des klassischen GEMA-Repertoires sind. Dadurch können die Sender ihre Ausgaben für Musikrechte erheblich senken, insbesondere in Randzeiten. Allerdings wird diese Entwicklung von der GEMA kritisch betrachtet. Sie weist auf mögliche Urheberrechtsprobleme hin, da KI-Systeme oft mit bestehenden Musikwerken trainiert wurden, ohne dass die Urheber dafür eine Zustimmung oder Vergütung erhalten haben. Zudem besteht die Gefahr, dass KI-Produktionen in Zukunft verstärkt mit menschlichen Künstlern konkurrieren. Regulatorisch bleibt das Thema relevant, da Gerichtsentscheidungen darauf hindeuten, dass das Training von KI mit geschützten Inhalten rechtliche Risiken birgt. Die Verantwortung dafür wird hauptsächlich den Anbietern der KI-Systeme zugeschrieben.