Künstliche Intelligenz revolutioniert die Buchbranche, insbesondere das Segment der Liebesromane. Laut einer Recherche der New York Times sind spezialisierte Programme in der Lage, komplette Romane in weniger als einer Stunde zu erstellen. Die Autorin Coral Hart hat demonstriert, wie ein KI-Tool auf Basis einer Gliederung innerhalb von ungefähr fünfundvierzig Minuten einen vollständigen Roman generiert. Über ihr Coaching-Unternehmen hat sie mehr als eintausendsechshundert Personen geschult, KI-Tools wie Claude für die Romanproduktion zu nutzen. Die Produktivitätsgewinne sind erheblich, da Autoren mehrere Titel pro Woche veröffentlichen können. Dennoch bleibt die Nutzung von KI oft intransparent. Viele Autoren befürchten, dass sie durch die Offenlegung ihrer KI-Nutzung Reputationsverluste erleiden oder negative Leserreaktionen hervorrufen könnten. Im Jahr zweitausendfünfundzwanzig führte die Veröffentlichung unbearbeiteter KI-Prompts in Romanen zu öffentlicher Kritik und Vertrauensverlust. Auch literarische Institutionen stehen unter Druck, da Magazine wie Clarkesworld zeitweise Einreichungen stoppen mussten, nachdem sie mit zahlreichen KI-generierten Texten überflutet wurden. Plattformen wie Amazon haben reagiert und verlangen von Autoren im Kindle-Direct-Publishing die Offenlegung aller KI-generierten Inhalte. Verstöße gegen diese Regelungen können zur Entfernung von Titeln oder zu Sanktionen führen.