Die Rivalität zwischen Marken wie Pepsi und Coca-Cola verdeutlicht die Macht der Markenpsychologie im Marketing. Konflikte zwischen Erzrivalen fördern Storytelling, Resonanz und Interaktion in Kampagnen. Ein Beispiel hierfür ist der diesjährige Super Bowl, bei dem Pepsi den ikonischen Coca-Cola-Eisbären in einem humorvollen Werbespot einsetzte. Dieser Spot, der eine Blindverkostung inszenierte, erzeugte innerhalb von zwei Tagen über sechzehntausend Likes und zeigte, wie effektiv Rivalität als Marketinginstrument sein kann. Rivalität ist mehr als gewöhnliche Konkurrenz; sie basiert auf einer gemeinsamen Geschichte und wiederkehrenden Konflikten, die Konsumenten als fortlaufende Erzählung wahrnehmen. Der sogenannte Rivality-Reference-Effekt belegt, dass Marken, die ihre Rivalen in der Kommunikation erwähnen, deutlich höhere Interaktionsraten erzielen. Analysen zeigen, dass Likes, Kommentare und Shares steigen, wenn Rivalen thematisiert werden. Dies geschieht, weil Konsumenten die bekannten Narrative schnell erfassen können. Rivalitätsmarketing kann somit ein effektiver Treiber für Reichweite und Engagement sein, wenn es humorvoll und konsumentenzentriert eingesetzt wird. Authentizität und Kreativität sind entscheidend, um bestehende Narrative zu nutzen und Aufmerksamkeit zu gewinnen.