In der heutigen Podcast-Episode mit Thomas Koch wird das Thema der sinnvollen Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Mediaplanung besprochen. Rund zwanzigtausend Menschen sind in deutschen Mediaabteilungen tätig, und es stellt sich die Frage, ob sie bald überflüssig sein könnten. Thomas Koch erklärt, dass Automatisierung menschliche Steuerung benötigt, da reine Automatisierung oft scheitert. Ein positives Beispiel ist L'Oréal, das KI-basierte Tools nutzt, um Media-Mix-Szenarien zu berechnen, wobei die entscheidenden strategischen Entscheidungen weiterhin von Menschen getroffen werden. Ein zentrales Problem ist die Datenqualität, die mehr ein strategisches als ein technisches Thema darstellt. Etwa achtzig Prozent der verfügbaren Daten sind für die Optimierung ungeeignet. Die Herkunft der Daten und die Transparenz im Umgang damit sind entscheidend. Zudem wird betont, dass der Fokus auf Konsumenteninsights anstelle von Effizienz zu einer besseren Werbewirkung führt. Vertrauen in KI-Systeme muss aktiv aufgebaut werden, da Menschen die Vorschläge der KI validieren müssen. Schließlich ist generalistisches Wissen, das Beauty-Expertise und Media-Strategie vereint, ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Mediaplanung.