Anzeigenbetrug verursacht jährlich weltweit rund dreiundsechzig Milliarden US-Dollar an Verlusten im digitalen Werbebudget. Diese Summe resultiert aus ungültigem Traffic, der die Rentabilität von Werbekampagnen erheblich belastet und die automatische Optimierung verfälscht. Laut dem „Zweitausendsechsundzwanzig Global Invalid Traffic Report“ von Lunio sind mehr als acht Prozent des globalen Paid Traffics ungültig. Besonders betroffen sind Social- und Video-Kampagnen, wobei TikTok mit über vierundzwanzig Prozent den höchsten Anteil ungültiger Klicks aufweist. Die Analyse basiert auf zweieinhalb Milliarden bezahlten Klicks von Kampagnen auf Plattformen wie Google, Meta und LinkedIn. Unternehmen, die auf einen Return on Advertising Spend von drei bis vier abzielen, sehen sich selbst bei niedrigen IVT-Quoten mit signifikanten Umsatzverlusten konfrontiert. Die IVT-Belastung variiert stark zwischen den Plattformen, wobei Meta mit etwa acht Prozent besser abschneidet als andere. Zudem warnt Lunio vor der zunehmenden Problematik durch agentische Künstliche Intelligenz, die die Effizienz der Werbeausspielung weiter gefährden könnte. Sichtbarkeit über die Qualität des Traffics wird somit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor im Performance Marketing.