L’Oréal hat in Zusammenarbeit mit Google und der Kreativberatung Sundogs über fünftausend YouTube-Videos analysiert und dabei herausgefunden, dass Creator Marketing anderen Regeln folgt als traditionelle Werbung. Die Untersuchung zeigt, dass unkonventionelle Creator-Formate das Engagement um fünfundfünfzig Prozent steigern können. Inhalte, die Schwächen der Produkte ehrlich darstellen, erzielen bis zu dreißig Prozent höhere Interaktionen. Zudem performen charaktergetriebene Geschichten deutlich besser als produktzentrierte Werbung, mit einer Steigerung von fünfundfünfzig Prozent. L’Oréal betrachtet Creator Marketing als eigenständige Disziplin, die sich zwischen Werbung und reinem Creator Content bewegt und eigene Erfolgsmetriken anlegt. Dabei stehen Vertrauen, Relevanz und Community im Vordergrund, anstelle von Views oder Followerzahlen. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist die Marke Maybelline, die anstelle einer klassischen Produktdemonstration eine kreative Challenge mit fachfremden Creatorn durchführte. Dies führte zu überdurchschnittlichen Engagement-Raten, viraler Reichweite und starkem Umsatzwachstum.