Eine aktuelle Umfrage von Bitkom zeigt, dass mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen, konkret zweiundsechzig Prozent, personenbezogene Daten in Nicht-EU-Staaten übermitteln. Diese Transfers sind entscheidend für die Nutzung von Cloud-Diensten, Kommunikations- und Kollaborationstools sowie für globale Sicherheits- und IT-Services. Die USA sind das wichtigste Zielland für diese Datenübertragungen, gefolgt von Großbritannien und Indien. Die Unternehmen stützen sich rechtlich auf Standardvertragsklauseln, Binding Corporate Rules und das EU-US Data Privacy Framework, während viele noch an der Anpassung früherer Regelungen arbeiten. Ein Stopp dieser Transfers könnte gravierende Folgen haben, darunter steigende Kosten, Wettbewerbsnachteile und gestörte Lieferketten. Besonders besorgt sind die Firmen über den Verlust von globalem Security-Support und Innovationskraft. Vor diesem Hintergrund fordern die Unternehmen mehr Rechtssicherheit für internationale Datentransfers und eine Modernisierung der Datenschutz-Grundverordnung, um Bürokratie abzubauen, ohne das Datenschutzniveau zu gefährden.