Der Artikel thematisiert den Wandel in der digitalen Werbebranche, der durch Datenschutzauflagen und den Verlust klassischer Identifier bedingt ist. Emotionale Kontexte gewinnen an Bedeutung und ersetzen traditionelle Targetingsignale. Laut Marko Johns, UK Managing Director bei Seedtag, ermöglicht kontextbasierte Werbung effektive Ansprache ohne Cookies und personenbezogene Daten. Seedtag verfolgt den Ansatz des „neuro-kontextuellen Advertisings“, bei dem nicht nur der inhaltliche Kontext, sondern auch der emotionale Zustand der Nutzer zum Zeitpunkt des Werbekontakts analysiert wird. EEG-Studien in Zusammenarbeit mit der Columbia University belegen, dass auf den emotionalen Kontext abgestimmte Werbemittel die Reaktionsraten und die Markenwahrnehmung signifikant steigern. Für Marken bedeutet dies, ihre Botschaften in Momenten zu platzieren, in denen Nutzer besonders aufnahmebereit sind. Agenturen profitieren von präziseren Planungs- und Messgrundlagen, während Publisher den Wert ihrer Inhalte steigern können. Johns empfiehlt, den emotionalen Kontext bis zum Jahr zweitausendsechs fest in der Mediastrategie zu verankern, um eine zukunftssichere, datenschutzkonforme Markenkommunikation zu gewährleisten.