In der Weihnachtszeit setzen viele Marken auf Nostalgie, um positive Emotionen zu wecken und Kaufimpulse zu fördern. Besonders häufig wird der Film „Tatsächlich … Liebe“ als Inspirationsquelle genutzt. Werbung greift bekannte Szenen, Melodien und Erzählmuster auf, um Erinnerungen an Nähe und Gemeinschaft zu aktivieren. Diese Emotionen übertragen sich auf die beworbenen Produkte und beeinflussen somit die Kaufentscheidungen der Konsumenten. Der psychologische Effekt dieser bekannten Bilder und Geschichten wird durch das impulsive System des Menschen erklärt, das schnell und automatisch reagiert. Vertraute Inhalte werden nicht kritisch hinterfragt, sondern lösen spontane positive Reaktionen aus. Nostalgie verstärkt die Emotionen und vermittelt Sicherheit und Verlässlichkeit, wodurch der Kauf als einfacher Weg erscheint, um angenehme Gefühle erneut zu erleben. Insbesondere zur Weihnachtszeit spielt das Bedürfnis nach Nähe eine zentrale Rolle. Marken nutzen diese Sehnsucht, indem sie Geschenke und Konsum als Ausdruck von Verbundenheit inszenieren. Studien zeigen zudem, dass soziale Kontakte und Gespräche Einsamkeit reduzieren können, ohne dass Konsum notwendig ist.