Die Werbemarktanalyse für Reifen im Jahr zweitausendfünfundzwanzig zeigt eine signifikante Verschiebung hin zur digitalen Werbung. Zwei Drittel der Werbebudgets fließen mittlerweile ins Internet, während klassische Kanäle wie Fernsehen, Print und Radio an Bedeutung verlieren. In der Analyse wird festgestellt, dass drei führende Marken, Falken, Hankook und Michelin, gemeinsam zwei Drittel des gesamten Werbevolumens kontrollieren. Im Zeitraum von Oktober zweitausendvierundzwanzig bis September zweitausendfünfundzwanzig investierten insgesamt dreiundsiebzig Marken rund einundvierzig Millionen Euro in Werbemaßnahmen, was einem Anstieg von etwa einundzwanzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Saisonale Peaks im Frühjahr und Herbst bestimmen weiterhin die Werbeaktivitäten, die sich stark an den klassischen Reifenwechselzeiten orientieren. Die Strategien variieren je nach Produktsegment: Fahrradreifen und Imagekampagnen laufen fast ausschließlich online, während Pkw-Reifen auch auf Print und Radio setzen. Für Marken und Hersteller bleibt Sichtbarkeit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, der eine gezielte digitale Mediastrategie erfordert.