Der Begriff „Performance Marketing“ hat sich in der Marketingbranche etabliert, doch seine Auswirkungen sind problematisch. Er impliziert, dass andere Marketingformen nicht effektiv sind, was die Moral der Fachkräfte beeinträchtigt und die Wahrnehmung in Führungsetagen verzerrt. Die Ergebnisse, die häufig auf Klicks, Leads oder der Klickrate basieren, sind oft irreführend und werden als sogenannte Vanity Metrics bezeichnet. Diese Kennzahlen können leicht durch Bots oder oberflächliche Interaktionen verfälscht werden. Zudem ist die genaue Zuordnung von Conversions zu einzelnen Kampagnen selten möglich, was eine falsche Kausalität suggeriert. Ein weiteres ernstes Problem ist das geförderte Kurzfristdenken, das dazu führt, dass Budgets bevorzugt in digitale Kanäle investiert werden, während der langfristige Markenaufbau vernachlässigt wird. Entscheidungen im Marketing orientieren sich zunehmend an vermeintlich messbaren Erfolgen anstelle einer strategischen Markenführung. Trotz der positiven Absichten und der modernen Anmutung überwiegen die negativen Effekte. Experten, darunter auch der CMO von Meta, betonen, dass Marketing immer performt und der Zusatz „Performance“ daher überflüssig ist.