PayPal sieht sich der Kritik von Datenschützern gegenüber, die den Umfang, Zweck und die Speicherdauer der Datenerhebung des Online-Bezahldienstleisters bemängeln. Der Dienst sammelt weit mehr Daten als für die Durchführung von Zahlungen notwendig ist. Neben den grundlegenden Informationen wie Betrag und Empfänger erfasst PayPal auch Warenkörbe, Geräteinformationen, Händlerdaten sowie das allgemeine Zahlungsverhalten. Diese Transaktionsdaten ermöglichen tiefgehende Rückschlüsse auf Konsumgewohnheiten und persönliche Lebensumstände, was sie besonders schutzbedürftig macht. Ein Gutachten des Netzwerks Datenschutzexpertise stellt infrage, ob diese Praktiken mit der Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, und dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz, abgekürzt ZAG, übereinstimmen. Darüber hinaus werden die Nutzung von Kaufdaten für Werbezwecke und die pauschalen Speicherfristen von bis zu zehn Jahren nach Vertragsende kritisch betrachtet. Datenschützer bezweifeln die Wirksamkeit der Einwilligungen, da diese oft zu allgemein oder voreingestellt sind. Es bleiben auch Fragen zur Profilbildung und internationalen Datenübermittlungen offen. PayPal hat angekündigt, die Vorwürfe zu prüfen und betont die Wichtigkeit der Einhaltung europäischer Datenschutzvorgaben.